• 05./06. Januar 2011 – Abschiedsschmerz und Alcatraz

    Nachdem ich am Donnerstag hauptsächlich mit Koffer packen beschäftigt war, stand am Freitag mein letzter Schultag an… Abschiedsschmerz inklusive :( Es wurden natürlich jede Menge Fotos geschossen und Facebook-Namen ausgetauscht. Zum Abschluss erhält jeder Schüler von Kaplan außerdem ein „Certificate“ über den Schulaufenthalt!

    Nachmittags ging es dann mit ein paar Mitschülern nach Alcatraz! Mit der Linie F fuhren wir bis zum „Alcatraz Landing“ am Fisherman’s Wharf. Von dort aus setzten wir mit der Fähre (Fahrt dauert ca. 10 Minuten) nach Alcatraz Island über. Das Ticket für Fähre, Gefängnis und Audio-Tour kostet insgesamt 26 Dollar. Auf der Insel angekommen, machten wir uns auf den Weg zum „Main Prison“ – dort startete auch die Audio-Tour. Diese ist neben vielen weiteren Sprachen auch auf Deutsch erhältlich und dauert rund eine Stunde.                

    Seit 1963 befinden sich auf Alcatraz Island aufgrund zu hoher Kosten keine Gefangenen mehr – einer der bekanntesten Insassen des Gefängnisses war aber wohl Al Capone, dessen Zellen (es waren mehrere) man ebenfalls besichtigen kann! Im Hauptgefängnisteil kann man unter anderem den „Dining Room“, das Sportfeld und die winzig kleinen Zellen der ehemaligen Insassen besuchen. Einige der Zellen sind sogar begehbar :) Die Audio-Tour klärt außerdem über weitere Insassen, diverse Fluchtversuche und die „Alcatraz Schlacht“ auf! Auf keinen Fall verpassen sollte man auch den umwerfenden Blick auf die „Bay Area“ von San Francisco – auch wenn dieser traumhafte Ausblick leicht kontrovers zu sein scheint, wenn man bedenkt, dass man sich in einem Hochsicherheitsgefängnis befindet.      

    Um halb fünf fuhren wir mit der Fähre zurück aufs Festland – wenn man sich traut, kann man aber auch eine Nachtführung auf Alcatraz machen :)

  • 04. Januar 2012 – Alamo Square

    Weil am Wochenende viele neue Schülerinnen und Schüler angekommen sind (insgesamt sind es nun über 400!!!), ist unsere Klasse wieder angewachsen. Von den fünf neuen Studenten im Kurs sind vier aus Brasilien und eine aus Frankreich. Heute vertieften wir unser „Gambling“-Thema mitunter durch eine kleine Internet-Recherche im Computer-Lab.           

    Nach dem Unterricht ging es dann zum Alamo Square. Um in die Parkanlage, welche sich über vier Häuserblocks erstreckt, zu gelangen, nahmen wir die Buslinie 21. Da der Park auf einem kleinen Hügel liegt, hat man einen sehr schönen Blick über die Innenstadt. Entlang der Steiner Street, welche direkt neben dem Alamo Square verläuft, befinden sich außerdem die „Painted Ladies“. Diese bunt bemalten, viktorianischen Holzhäuser sind die wohl am meisten fotografierte Wohnsiedlung in San Francisco!

  • 03. Januar 2012 – Lombard Street und Marina District

    Am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien bestand mein Kurs aus nur drei Schülern ;) Auch unsere neue Lehrerin Cheryl (Brandon hat diese Woche noch Urlaub) staunte nicht schlecht über diese Klassengröße. Im Unterricht behandelten wir dann das Thema „Gambling“ – sehr passend, denn wie der Zufall es wollte, waren wir alle schon einmal in Las Vegas.

    Nach der Schule machte ich mich erneut auf den Weg zur Lombard Street… Heute wollte ich mir die kurvigste Straße der Welt nochmal genauer ansehen! Mit dem Cable Car ging es also von der Powell Street wieder in Richtung Hyde Street (die Kosten für ein Cable Car-Ticket betragen übrigens 6$ für eine einfache Fahrt und 14$ für den ganzen Tag). Kleiner Insider-Tipp: Ist die Schlange an einer Wendestation mal wieder endlos, einfach zur nächsten Haltestelle laufen und dort einsteigen (ist meistens nur 5-7 Gehminuten entfernt und man spart sich mitunter eineinhalb Stunden anstehen…)!

    Mit 27% Gefälle ist die Lombard Street eine der steilsten Straßen der Welt. Mitte der 20er Jahre wurden hier zur Erleichterung für Autofahrer und Fußgänger Serpentinen eingebaut. Zu Fuß darf man die Lombard Street allerdings nicht betreten – man muss die Treppen am Straßenrand benutzen.       

    In der Hyde Street angekommen, spazierte ich an der Küste entlang in den Marina District. Hier kann man nicht nur die wunderschönen Häuser und Parkanlagen bewundern, man hat auch einen umwerfenden Blick auf die Golden Gate Bridge. Diese lag heute – ganz typisch für San Francisco – zur Hälfte im Nebel… Der Rest des Himmels war aber wolkenlos… :)

  • 02. Januar 2012 – “Clam Chowder” und Cable Car Tour

    Am Fisherman’s Wharf wagte ich mich heute an eine ganz besondere Spezialität: Die „Clam Chowder“, eine Muschelsuppe in einem ausgehöhlten Brotlaib, ist quasi das Nationalgericht von San Francisco (Kosten: Etwa 5$, macht aber wirklich satt).               

    Nach dieser kleinen Stärkung gingen wir am Fisherman’s Wharf entlang in die Hyde Street. Von hier aus kann man nicht nur Alcatraz und die Golden Gate Bridge bewundern, sondern auch den Cable Cars beim Wenden zusehen. Von der Hyde Street aus fahren die berühmten Schienenfahrzeuge vorbei an der Lombard Street (kurvigste Straße der Welt) und über sämtliche Hügel der Stadt, zur Powell Street (Nähe Einkaufszentrum „Westfield“). Leider konnte man die Kurven der Lombard Street vom Wagen aus nicht so gut erkennen, aber ich werde bestimmt nochmal hinfahren ;)

  • 01. Januar 2012 – Golden Gate Park und North Beach

    Am Neujahrstag ging es in den Golden Gate Park – oder besser gesagt: In einen winzigen Teil des Golden Gate Parks… Denn die grüne Oase im Westen der Stadt ist flächenmäßig größer als der Central Park in New York!

    Im östlichsten Zipfel des Parks angekommen, besuchten wir zunächst den „Shakespeares Garden“. Zu Ehren des erfolgreichen Schriftstellers wurden hier sämtliche seiner Lieblingsbäume angepflanzt. Weiter ging es zur „California Academy of Sciences“ und dem „De Young Museum“ (ältestes Museum der Stadt). Leider hatten wir zu wenig Zeit, letzteres zu besuchen… :(

    Also schlenderten wir weiter zum „Japanese Tea Garden“. Die Ruhe und Ausgeglichenheit, welcher dieser Ort versprüht, ist einmalig: Umgeben von Kirschbäumen, Kiefern und Bonsai-Bäumen fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt! Im ältesten japanischen Garten der Welt befinden sich außerdem ein kleiner Teich (mit Koi-Karpfen), ein Teehaus und eine Buddha-Statue.

    Entlang des botanischen Gartens machten wir uns schließlich auf dem Weg zum „Stow Lake“, dem größten See des Parks (in der Mitte befindet sich eine Insel namens „Strawberry Hill“). Man kann den „Stow Lake“ aber nicht nur vom Ufer aus bewundern: Ein Bootsverleih vermietet Ruder- und Motorboote!                                                                                                                

    Nach unserem erholsamen Parkspaziergang fuhren wir weiter nach North Beach… Was? An den Strand? An Neujahr? Wer denkt, North Beach wäre ein Stadtteil mit Strandabschnitt, der irrt. North Beach liegt auf einem Hügel im Herzen von San Francisco. Das Wahrzeichen – der „Coit Tower“ – ist von fast überall aus zu sehen. Doch das Viertel ist nicht nur bekannt für den atemberaubenden Ausblick über San Francisco, den man von hier aus hat – in North Beach gibt es auch unzählige Restaurants mit leckerem Essen und guten Weinen.

  • 31. Dezember 2011 – Happy New Year!!!

    Nachdem wir in einem schicken italienischen Restaurant zu Abend gegessen hatten, machten wir uns gegen 22Uhr auf den Weg zum Ferry Building. Schon in der U-Bahn (mit welcher wir heute übrigens umsonst fahren durften) trafen wir auf jede Menge Mädchen in Glitzerkleidchen und Mega-Highheels – das ganze normale Silvesteroutfit in San Francisco!

    Zwischen dem Embarcadero-Center und dem Ferry Building war bereits die Hölle los: Menschenmassen strömten die Market Street zur Küste hinab, um das Feuerwerk zu bestaunen! Und dieses ließ auch keine Wünsche offen: Um Punkt  Mitternacht erhellte sich der Nachthimmel über San Francisco für eine viertel Stunde. Viele der Raketen waren in den amerikanischen Nationalfarben rot und blau gehalten. Es wurden allerdings auch Piece-Zeichen und Herzchen in die Luft geschossen. Angeblich soll dieses Feuerwerk der Superlative rund eine Million Dollar gekostet haben! Gegen halb eins bewegten wir uns mit den Menschenmassen Richtung Union Square, wo wir noch mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anstießen.

  • 30. Dezember 2011 – Lori’s Diner

    Nachdem wir uns am Freitagnachmittag hauptsächlich von unserer Rundreise erholt hatten, gingen wir abends ins „Lori’s Diner“. In diesem Lokal in der Nähe vom Union Square, erinnert einfach alles an die 50er Jahre: Kellner, Musik, Marilyn Monroe-Plakate,…                                     

    Zu Essen gibt es überwiegend Burger und Sandwiches, aber auch eine große Auswahl an Salaten und Nudelgerichten!                                                                                                                    

    Wer sich einmal ganz wie bei „Eis am Stiel“ fühlen möchte, der ist bei „Lori’s Diner“ genau richtig!!!

  • 28./29. Dezember 2011 – Vegas, Baby… Vegas

    Die nächsten zwei Tage machten wir die „Sin City“ unsicher. Vom „Stratosphere Tower“ aus spazierten wir den Strip entlang und besuchten ein Hotel nach dem anderem – immer bewaffnet mit einem „Frozen Margherita“ :)

    Besonders beeindruckend war das Hotel „Mirage“: Hier erwartete uns gleich neben der Lobby (und den gefühlten 1000 Speilautomaten) ein tropischer Regenwald! In Siegfried und Roys „Secret Garden“ konnte man dann nicht nur Delphine, sondern auch weiße Löwen und Tiger bewundern… Auch die Bars im „Mirage“ können sich sehen lassen: Neben einem Lokal, das einer Höhle gleicht, gibt es auch eine „Beatles-Lounge“. Gleich neben dem „Mirage“ befindet sich das „Cesars Palace“ (bekannt aus dem Film „Hangover“). Eine wirklich Topadresse, aber leider verläuft man sich sehr schnell ;) Im „Bellagio“ finden im 15-Minuten-Takt atemberaubende Wasserspiele statt! Ein Muss für jeden Vegas-Besucher!!!                                                           

    Alles in allem sind in Las Vegas eigentlich Wahrzeichen der ganzen Welt nachgebaut… Eiffelturm, Venedig mit Rialto-Brücke und Gondeln, Trevi-Brunnen, Skyline von New York mit Freiheitsstatue, ägyptische Pyramiden,…. und natürlich das bayerische Hofbräuhaus!!!                       

    Als Abschluss lieferten wir uns noch einen Adrenalin-Kick! Auf der Spitze des 335m hohen „Stratosphere Tower“ wurden wir im „Big Shot“ ca. 30m in die Luft geschossen, so dass wir uns für einige Sekunden quasi schwerelos über Vegas befanden. Für wen das höchste Fahrgeschäft der Welt aber immer noch nicht genug Nervenkitzel ist, der kann auch gleich direkt vorm Trum springen…. mit einem Seil gesichert, natürlich ;)

    Am Donnerstag gegen 18:00 Uhr ging es dann für meinen Freund und mich zurück nach San Francisco – meine Eltern fuhren noch weiter zum Grand Canyon und Yosemity National Park.

  • 27. Dezember 2011 – Los Angeles bis Las Vegas

    Fest entschlossen machten wir uns heute Morgen auf die Suche nach dem Hollywood-Sign. Nach einer kleinen Recherche bei Google-Maps (ein bisschen schummeln wird ja wohl erlaubt sein), fuhren wir eine kurvige Straße hinauf zum Wahrzeichen. Das letzte Stück mussten wir allerdings zu Fuß absolvieren, da man mit dem Auto nur bis zu einem bestimmten Punkt fahren darf. Auch sind das Rauchen (aufgrund der hohen Waldbrandgefahr), sowie das Hinaufklettern zu den Hollywood-Buchstaben strengstens untersagt! Wir knipsten einige Fotos vom Wahrzeichen und machten uns schließlich auf zum Farmer’s Market. Hier fanden wir nicht nur eine Vielzahl an Geschäften, sondern auch einige weihnachtlich geschmückte Lokale, sowie einen großen Christbaum, vor.                          

    Nachdem wir uns auf dem Farmer’s Market für die Weiterreise gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Las Vegas. Die Fahrt auf dem Highway 15 hätte eigentlich nur knappe vier Stunden dauern sollen, doch da wir von einem Stau in den nächsten fuhren, brauchten wir für die Strecke mehr als fünf Stunden. Fährt man von L.A. bis Las Vegas mit dem Auto, sollte man unbedingt rechtzeitig tanken. Da ein Großteil des Highways in der Wüste verläuft, gibt es kaum Tankstellen.        

    Las Vegas‘ Lichtermeer war schon von Weitem zu sehen… Wir fuhren den Strip entlang bis zum „Mirage“ – hier wollten wir uns eigentlich ein Zimmer nehmen, doch leider war das komplette Hotel schon ausgebucht. Also fuhren wir weiter und ergatterten schließlich zwei Zimmer im „Stratosphere Tower“, dem höchsten Gebäude der USA, westlich des Mississippi. Da die Fahrt zur Aussichtsplattform des Towers für Hotelgäste umsonst ist, sahen wir uns Vegas bei einem Cocktail noch von oben an… :)

  • 26. Dezember 2011 – Pismo Beach bis Los Angeles

    Nach einem leider sehr dürftigen Frühstück ging es gegen neun Uhr weiter Richtung Los Angeles. Die Küste war zwar jetzt nicht mehr so steil und felsig, dafür erstreckten sich jetzt ellenlange Sandstrände entlang des Highways. Vorbei ging es an Santa Barbara nach Malibu. Hier nahmen wir uns die Zeit für einen kurzen Strandspaziergang, um uns die bekannten Stelzenhäuser mal genauer anzusehen. Immer wieder kamen wir auch an prunkvollen Villen vorbei.                                

    In Los Angeles angekommen fuhren wir zunächst etwas planlos durch die Stadt. Eigentlich wollten wir in die Hollywood Hills, um die berühmten Buchstaben zu fotografieren. Irgendwie fanden wir uns aber urplötzlich in der Schlange vor den Universal Studios wieder – umkehren unmöglich. Also parkten wir unser Auto (für 20$) in der Tiefgarage und sahen uns die Filmstudios an… Oder besser gesagt: Den „Citywalk“ der Universal Studios (hier gibt es hauptsächlich Shops und Restaurants; der Eintritt ist frei). Da der Eintritt in den „Theme Park“ pro Person 77$ gekostet hätte und es schon drei Uhr nachmittags war, entschlossen wir uns, diesen Teil der Studios auszulassen.        

    Zum Glück entdeckten wir gerade noch rechtzeitig einen Sightseeing-Bus. Also nutzten wir die Zeit für eine kleine Rundfahrt durch Hollywood: Am „Walk of Fame“ ging es vorbei am Kodak-Theater (hier werden die Oscars verliehen) Richtung Beverly Hills. Am Rodeo Drive reihte sich dann eine Nobel-Boutique an die Nächste und sogar die Palmen waren mit Swarovski-Steinen geschmückt (schon sehr dekadent…)! Wir passierten außerdem das „Chateau Maromont“ (Luxushotel, in welchem viele Stars und Sternchen absteigen), das „Ivy“ (beliebtes Promi-Restaurant), die Paramount Pictures, sowie die Warner Brothers Studios. Wir wurden während der Fahrt auch oft auf Restaurants oder Shops hingewiesen, welche zwar sehr einladend aussahen, jedoch nur als Filmkulisse dienen.

    Gegen acht Uhr war unsere Rundfahrt schließlich beendet (das Hollywood-Sign hatten wir immer noch nicht gesehen ;) ) und mir machten uns hundemüde auf die Suche nach einem Motel.

  • 25. Dezember 2011 – Highway 1 bis Pismo Beach

    Heute ging es los mit unserer Rundreise. Das Mietauto hatten wir schon in Deutschland beim ADAC gebucht und mussten es nur noch in der Bush Street abholen. Es ist natürlich auch möglich,  das Mietauto erst in San Francisco zu buchen, aufgrund versicherungstechnischer Gründe wurde uns allerdings dazu geraten, das Ganze schon in Deutschland abzuwickeln. Es wird außerdem empfohlen, sich vor Reiseantritt einen internationalen Führerschein zu besorgen (Kosten 15 Euro). Diesen braucht man zwar nicht unbedingt, sollte man jedoch wirklich einen Unfall haben, ist man auf der sicheren Seite.

    Gegen 10 Uhr starteten wir dann mit unserem weißen Ford Escape Richtung Süden – vollbepackt mit Kartenmaterial, dafür ohne GPS :) Nach einer kleinen Irrfahrt in San Francisco fuhren wir zunächst auf der 101, ab San Jose dann auf dem Highway 1 Richtung Los Angeles. Natürlich kann man auch die komplette Strecke auf dem Freeway (101) fahren – das geht auch schneller, man verpasst aber Einiges! Denn der Blick auf die „Golden Coast“, welchen man vom Highway 1 aus hat, ist schlichtweg atemberaubend. Zum Glück lagen auf der Strecke immer wieder sogenannte „Vista Points“; hier konnte man kurz anhalten, den Ausblick genießen und natürlich jede Menge Fotos schießen. Leider haben wir zu spät gesehen, dass sich bei einem der Aussichtspunkte Seelöwen tummelten und sind an der Ausfahrt vorbeigefahren.                                                         Highway 1Highway 1 Richtung Süden

    Auf der kurvigen Küstenstraße fuhren wir schließlich bis Pismo Beach, ein kleiner Ort etwa 3,5 Autostunden nördlich von Los Angeles. Auf Anhieb fanden wir ein wunderschönes Hotel direkt an der Küste (kaum zu glauben, hier war jedes Zimmer mit einem elektrischen Kamin ausgestattet!). Leider war es nicht so ganz einfach ein Restaurant zu finden. Weil Weihnachten war, hatten viele Lokale geschlossen. Als wir dann schließlich fündig geworden waren, bestellten wir – ganz typisch amerikanisch – Truthahn und als Nachspeise Apfelkuchen!The Golden Coast

  • 23./24. Dezember 2011 – Weihnachten

    Eigentlich wollten mich über Weihnachten nur meine Eltern in San Francisco besuchen – als große Überraschung holte ich dann allerdings nicht nur sie vom Flughafen ab… mein Freund war auch mitgekommen. Für die nächsten zwei Tage stand also erst mal Power-Sightseeing auf dem Programm! Für die restliche Woche planten wir eine kleine Rundreise durch Kalifornien und Nevada.

    Heiligabend feierten wir vier im „Sindbad’s“ – ein Restaurant mit super Küche und einem umwerfenden Blick auf die Bay Bridge. Meine Gasteltern feierten Weihnachten ebenfalls am 24. Dezember. Das ist eigentlich recht ungewöhnlich in den USA, denn normalerweise wird Weihnachten hier erst am 25. Dezember gefeiert. Norman und Lilly besuchten am Heiligabend erst einen Gottesdienst und gingen anschließend mit Freunden essen. Als kleines Weihnachtspräsent bekamen die Beiden von Selina und mir ein Foto in einem hübschen Bilderrahmen. Christbaum am Pier 39

  • 22. Dezember 2011 – Muni, Bart und Co.

    Normalerweise fahre ich morgens mit der „Muni“ zur Schule. Dies ist eine Art Straßenbahn, die aber im Downtown-Bereich von San Francisco zur U-Bahn wird. Um von den Bernal Heights in die Montgomery Street zu kommen, nehme ich die Linie J (dauert so etwa eine halbe Stunde). Heute gab es in der Embarcadero-Station allerdings einen Notfall, so dass keine Züge mehr in den Untergrundbereich fahren durften. An der Market Street musste ich also in die Linie F, eine alte Trambahn, wechseln. Diese Trambahn fährt auch im Downtown-Bereich, nur überirdisch, ist aber dadurch dementsprechend langsamer ;)

    Wenn man es aber mal nicht eilig hat, ist die F eine super Alternative zum Cable-Car – denn auch diese Straßenbahn wirkt wie aus einer anderen Zeit. Auch fürs Sightseeing ist dieser Zug bestens geeignet: Er fährt unter anderem von Powell (Nähe Union Square) zum Pier 39 und Fisherman’s Wharf.

    Ein weiteres Highlight ist die Fahrt mit der Linie N nach Ocean Beach. Hier fährt man nicht nur entlang des Golden Gate Park, man hat außerdem einen wunderschönen Blick über die San Francisco Bay.

    Neben der “Muni” gibt es noch ein weiteres Transportsystem, die “Bart”. Diese Bahn fährt vor allem die weiter außerhalb gelegenen Städte, wie zum Beispiel South San Francisco, an. Mit der “Bart” gelangt man außerdem zum International Airport von San Francisco.

  • 21. Dezember 2011 – California Academy of Sciences

    Museum? Ach, wie langweilig….

    Das mag vielleicht für viele Ausstellungen gelten – aber nicht für die „California Academy of Sciences“! Das Beste: Der Eintritt ist mittwochs umsonst (anstatt 30$).

    Und die „Academy of Sciences“ hat einiges zu bieten: Schon in der Eingangshalle begrüßte uns ein riesiges Dinosaurier-Skelett. Weiter ging’s in den Regenwald: Hier herrschten nicht nur tropische Temperaturen, man konnte auch die einzigartige Flora und Fauna (beispielsweise frei herumfliegende Riesenschmetterlinge) der Tropen bestaunen. Nicht umsonst ist die “Academy of Sciences” das grünste Museum der Welt!

    Mit einem Aufzug ging’s schließlich in ein Aquarium, das sich direkt unter dem Regenwald befindet. Hier befinden sich jede Menge exotische Fische (sogar ein philippinisches Korallenriff) und Schlangen. Gerne darf man hier auch verschiedene Seesternarten anfassen – man kann kaum glauben, wie unterschiedlich sich diese anfühlen (von samtig bis stachelig ist alles dabei!).  Anschließend begaben wir uns auf Safari: In der „Africa-Hall“ befindet sich nicht nur die Evolutionsgeschichte, sondern auch echte Pinguine :) Leider haben wir das Planetarium nicht mehr geschafft – aber ich werde bestimmt zurückkommen! Vielleicht auch an einem Donnerstagabend – denn dann findet hier eine riesige Cocktailparty statt :)

    Wer hat nochmal gesagt, Museen seien langweilig?!

  • 20. Dezember 2011 – Nightlife…

    Weggehen am Dienstag? Kein Problem in San Francisco! Aber wohin? Na klar, ins „Ambassador“- eine super Bar nähe Union Square (leider erst ab 21). Schon ab 18:00 trifft man sich hier zum essen, plaudern und Spaß haben. Das Beste am Dienstag: Snacks und Getränke (auch Cocktails und Longrinks) gibt’s für nur 2$. Echt super, denn diese Bar ist am Wochenende quasi unbezahlbar (Drinks kosten dann um die 15$!). Allerdings sollte man sich fürs „Ambassador“ ein bisschen schicker zurechtmachen! Sollte einem trotz der großen Getränkeauswahl langweilig werden, sorgt eine riesige Leinwand für Abhilfe. Meistens wird hier (typisch amerikanisch) Sport übertragen – gestern lief beispielsweise Basketball :)

  • 19. Dezember 2011 – Schule und Unterricht

    In der Schule behandeln wir zur Zeit Ernest Hemingways „The Old Man an The Sea“. Das war eine relativ spontane Idee unseres Kurses. Brandon hatte damit allerdings überhaupt kein Problem und sofort die Bücher besorgt.

    Der Unterricht an sich ist relativ locker. Man quasselt eigentlich sehr viel, was ich aber auch sehr gut finde, denn das ist ja das Wichtigste. Ich bin zwar jetzt erst knapp über eine Woche hier, aber ich fühle mich jetzt schon viel sicherer beim Englischreden. Trotz des lockeren Umgangs gibt es jeden Tag eine Hausaufgabe. Da ich den „Proficiency Kurs“ besuche, besteht diese Hausaufgabe meist aus einem kurzen Aufsatz (in der Regel 200-300 Wörter). Bis jetzt sollten wir unter anderem eine „Music Review“ und eine „Movie Review“ schreiben. Damit wir auch wissen, was wir genau zu tun haben, bekommen wir jede Menge Infomaterial und Beispielaufsätze zur Verfügung gestellt. In den anderen Kursen (zum Beispiel „Intermediate level“) besteht die Hausaufgabe meist aus einer Grammatikübung.

    Besucht man einen zeitaufwendigeren Kurs als den Basisenglischkurs (also Allgemeinenglisch, Intensivenglisch,…) benötigt man ein F1-Visum, um sich als Student einschreiben zu können. Die Anwesenheitspflicht in der Schule liegt dann bei 80%, fällt die Anwesenheit unter diesen Prozentsatz ist dieses Visum in Gefahr; man muss die USA eventuell verlassen. Für den Basisenglischkurs benötigt man lediglich eine Esta-Bescheinigung. Diese beantragt man am besten online im „Department of Homelandsecurity“ (Kosten 14$, Achtung: auch andere Websites bieten die Ausstellung eines Esta-Visums an, verlangen aber deutlich höhere Beträge!!!). Auch Zuspätkommen bleibt nicht ganz ohne Folgen: Erscheint man unter zehn Minuten zu spät zum Unterricht, ist das noch kein Problem. Ist man zwischen 10 und 20 Minuten zu spät wird man als „late“ eingetragen, bei über 20 Minuten als „absent“. Zweimal wöchentlich „late“ ergibt aber leider auch einmal „absent“.

  • 18. Dezember 2011 – „Home sweet Home“: So läuft’s in der Gastfamilie ab (wenn man denn mal nicht unterwegs ist)

    Den heutigen Tag habe ich bis auf ein paar kleine Besorgungen „zu Hause“ verbracht. Mein Zimmer hat eigentlich auch alles, was man als weiblicher Student so braucht: Schreibtisch, großer Schrank, viele Spiegel :) Die Größe ist auch vollkommen in Ordnung, obwohl meine Mitbewohnerin Selin das eigentlich größere Zimmer hat – was aber auch völlig okay ist, denn Selin ist für sechs Monate hier, ich ja lediglich für vier Wochen. Gott sei Dank habe ich in meinem Zimmer auch eine mobile, elektrische Heizung, denn im Haus ist es sonst eher kühl.

    Das Essen in der Gastfamilie ist überwiegend asiatisch angehaucht (meine Gasteltern stammen ja ursprünglich von den Philippinen). Es gibt oft Frühlingsrollen und gebratene Nudeln mit Scampi :) Reis steht immer bereit, genauso wie Wasser und Tee! Das Geschirr muss man nach dem Essen selber abspülen. Was ich ein wenig schade finde, ist, dass hier jeder für sich allein in seinem Zimmer isst. Aber da alle zu verschiedenen Zeiten nach Hause kommen, geht das leider auch oft nicht anders! Lydia und Norman sind aber wirklich supernett und hilfsbereit. Man kann sie immer mit allen möglichen Fragen bombardieren und sie werden auch nie müde, diese zu beantworten. Vor allem als ich ein wenig erkältet war, umsorgten mich die beiden mit frischem Obst und Tee :)

  • 17. Dezember 2011 – WOCHENEEEENDE: Viel Zeit für Sightseeing und Weggehen

    Mein erstes „richtiges“ Wochenende in San Francisco (schon besser, so ohne Jetlag :) )! Am Samstagvormittag traf ich mich mit ein paar brasilianischen Kaplan-Studenten, um eine Bustour zu unternehmen. Wir nahmen dazu einen Doppeldecker, der speziell für Touristen gedacht ist. Dieser fährt ca. alle dreißig Minuten und man kann bei den jeweiligen Sehenswürdigkeiten beliebig aus- und wieder einsteigen. Für zwei Tage kostet unser Bus 20$. Man kann San Francisco aber nicht nur mit diesem Doppeldeckerbus erkunden, sondern auch mit den rollenden Cable Cars und einem Hippiebus. Das Highlight der Rundfahrt war natürlich die Golden Gate Bridge. Es war zwar eigentlich recht warm, aber beim Überqueren der Brücke wehte uns dann doch ein eisiger Wind um die Ohren! Der Blick war dafür atemberaubend! Auf der anderen Seite angekommen, hielt der Bus für etwa 20 Minuten, so dass wir in Ruhe Fotos knipsen konnten. Alles in allem kann ich diese  Busrundfahrt stark empfehlen, auch wenn man dabei sehr nach „Tourist“ aussieht.                                        

    Nachmittags fuhren wir weiter in den Golden Gate Park. Hier befinden sich diverse Museen, unter anderem die „California Academy of Sciences“ (will ich unbedingt noch besuchen!!!). Schon die Architektur der Museen ist ein echtes Highligh

    Leider hatten wir nur sehr wenig Zeit, denn es ging noch weiter nach Castro und Haight-Ashbury. Castro ist ein Stadtviertel, in dem man vorwiegend homosexuelle Paare antrifft. Schon an den Häusern befinden sich Fahnen in Regenbogenfarben – das Symbol der „queer community“. Haight-Ashbury (eigentlich nur eine Straßenkreuzung) war das frühere Hippiezentrum von San Francisco. Auch heute befinden sich dort noch viele Vintage-Läden und Wasserpfeifenhändler. Die meisten Häuser sind mit Peace-Zeichen bemalt :)

    Am Abend machten wir uns auf in die Polk Street. Wir besuchten zuerst eine Karaoke-Bar (mit extrem günstigen Cocktailpreisen), danach gings‘ weiter ins „Hamrock“, eine Bar, und ins „Vertigo“, ein Nightclub. Obwohl die Preise in diesem Viertel sehr günstig sind, sind mir die Bars, welche sich Downtown oder im Mission District befinden, doch lieber.

  • 16. Dezember 2011 – Holiday Cable Car Tour

    Nach dem heutigen Schultag machte ich mich auf den Weg zur Bay Bridge. Diese gigantische Brücke verbindet San Francisco mit Oakland. Ich besuchte außerdem das Ferry Building, eine wunderschöne Markthalle, deren 70m hoher Turm an Big Ben erinnert.                                                          

    Am Abend stand eine „Holiday Cable Car Tour“ an. In San Francisco gibt es zwei Arten von Cable Cars. Die „echten“ Cable Cars fahren auf Schienen und müssen an der jeweiligen Endstation auf einer Plattform gedreht werden, da sie nur in eine Richtung fahren können. Diese Cable Cars waren die ersten elektronischen Fahrzeuge in San Francisco. Heute kostet eine Cable Car Fahr 5$; oft muss man auch bis zu zwei Stunden für dieses Erlebnis anstehen.                            

    Das Fahrzeug, welches Kaplan für unsere „Holiday Tour“ gebucht hatte, fuhr jedoch nicht auf Schienen, sondern war ein zum Bus umgebautes Cable Car. Das war aber nicht weiter schlimm, denn so konnten wir unabhängig von einem Schienennetz quer durch San Francisco düsen. Um die weihnachtliche Stimmung zu unterstreichen, bekam jeder eine Nikolausmütze. Außerdem wurden die gesamte Fahrt „Christmas Carols“ gespielt und Tee ausgeschenkt (es wurde zweitweise auch wirklich frisch auf dem halboffenem Cable Car). Zuerst ging es durch den Financial District und Chinatown bis zur Bay Bridge (in der Nacht noch atemberaubender als am Tag). Entlang der Embarcadero Street ging es zum Pier 39, sowie Fisherman’s Wharf und weiter nach Nob Hill (teuerster Stadtteil in San Francisco), wo wir eine kleine Pause einlegten um die Lobby des Fairmont Hotel zu bestaunen. Hier befindet sich neben einem wunderschön geschmückten Christbaum auch ein gigantisches Lebkuchenhaus! Wieder im Cable Car ging es weiter zur Union Street. Hier befinden sich viele Restaurants und Bars und Jackie (leitet die „Activities“ von Kaplan) wurde nicht müde, uns alle ihre „Favorites“ zu zeigen :)

    Nach der Cable Car Tour ging ich mit einigen Kaplan-Studenten in ein Irish Pub, nähe Union Square. Hier gab es noch Bier und Cocktails – bis wir uns schließlich auf den Heimweg machten.

  • 15. Dezember 2011 – Schulalltag, Chinatown und Pier 39

    Noch ein bisschen vom Vorabend angeschlagen kam ich in der Schule an. Zum Glück wartete Brandon mit einer speziellen Überraschung auf uns: Heute durften wir „Christmas Vacation“ ansehen, eine Komödie, die wahrscheinlich ALLE amerikanischen Weihnachtstraditionen beinhaltet! Die Familie Griswolds steckt mitten in ihren alljährlichen Weihnachtsvorbereitungen, wie einen passenden Baum kaufen und das Haus festlich zu dekorieren. Vater Clark ist jedoch permanent vom Pech verfolgt.

    Nach dem Unterricht ging ich mit Raissa, einer brasilianischen Mitschülerin, im benachbarten „Madeleine Cafè“ lunchen. Wir bestellten beide das „Oven Roasted Chicken Sandwich“ (riiiiiiiesig!!!) und zahlten je nur um die 7$, da Kaplan-Studenten hier einen Rabatt von 10% erhalten.

    Pappsatt machten wir uns dann auf den Weg nach Chinatown (nur 10 Minuten zu Fuß von der Schule). Aufgrund der vielen asiatischen Gebäude und der zahlreichen chinesischen Restaurants und Geschäfte fühlt man sich wie in einer anderen Welt (im Gegensatz zum Financial District). Raissa und ich erstanden einige Mitbringsel für Freunde und Familie.  

    Anschließend ging es weiter zum Fisherman’s Wharf: Unser Ziel war der Pier 39! Mit der F-Line ab Montgomery sind es nur ca. 15 Minuten – ein traumhafter Blick auf die Bay Bridge und das Ferry Building sind aber inbegriffen :) . Am Pier 39 angekommen erwarteten uns nicht nur ein riesiger Weihnachtsbaum, sondern auch viele Geschäfte, Kinos und Lokale. Hier befindet sich unter anderem auch das Hard-Rock Café von San Francisco! Alles in allem könnte man den Pier 39 wohl mit Disneyland vergleichen – nur ohne Achterbahn. Dafür hat man von hier einen wahnsinnigen Blick über die San Francisco Bay (Blick auf die Bay Bridge, Alcatraz und Golden Gate Bridge)!!! Weiter gings‘ zu den grunzenden Seelöwen. Leider waren nur sehr wenige da – aber immerhin! Mit allerlei Süßigkeiten und kalten Getränken genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages, bevor wir mit der F-Line wieder zurück nach Montgomery fuhren.